Magdalena

Grandmontagne

© Zeitzeug:innen im Saarland

Im Saarland geboren und aufgewachsen, entschied sich Magdalena Grandmontagne nach dem Abitur für ein Kunststudium in Frankreich, wo sie viele Jahre lebte und arbeitete. Aus diesem Grund ist die Entwicklung der deutsch-französischen Beziehungen ein wichtiges Thema für sie. Ihr Vater war Mitbegründer der Saarmesse, die erste und über Jahrzehnte auch eine der wichtigsten Messen im Saarland.

Geboren 1950 in Saarlouis, wuchs Magdalena Grandmontagne in Diefflen auf, wo sie eine schöne Kindheit und Jugend verbrachte im Kreise einer großen Familie. Die Familie Grandmontagne stammte ursrpünglich aus dem Burgund und kam in den 1930er Jahren ins Saarland, weshalb der starke Bezug zu Frankreich schon immer in Magdalena Grandmontagnes Leben war. Gemeinsam mit dreien seiner Brüder und mit der Unterstützung des damaligen Saarbrücker Oberbürgermeisters rief ihr Vater 1950 die erste Saarmesse ins Leben, die ab diesem Zeitpunkt jährlich auf dem eigens dafür geschaffenen Gelände am Schanzenberg stattfinden sollte, wodurch die Tochter schon sehr früh tiefe Einblicke in die saarländische Wirtschaft erhielt.

Die saarländischen Unternehmer haben sich dagegen gestellt, allen voran die IHK. Sie sahen darin eine Konkurrenz zu den saarländischen Kleinunternehmen oder Betrieben und waren nicht interessiert.

Magdalena Grandmontagne über die Schwierigkeiten bei der Etablierung der Saarmesse

Nach dem Abitur im Alter von 20 Jahren zog es Magdalena Grandmontagne nach Nizza, wo sie ein Kunststudium an der "École nationale des Arts Décoratifs", wo sie 1975 mit Schwerpunkt Radierung ihren Abschluss machte. 1980 gründete und leitete sie die "Académie de Gravure" in Cabris bei Gresse, wo die Künstlerin selbst als Dozentin für Radierung und Malerei tätig war.

Zwischenzeitlich lernte sie ihren jetztigen Ehemann kennen, mit dem sie ins saarländisch-lothringische Grenzgebiet zog. Seit 1990 hat sie ein Atelier im lothringischen Beckerholz bei Bouzonville, wo seit 2000 auch ihr ständiger Wohnsitz ist. Neben Arbeiten im öffentlichen Raum, wie beispielsweise für die Stadt Dillingen in Zusammenarbeit mit dem französischen Künstler Francois Darin, ist ihre Kunst seither in Projekten und Ausstellungen im Saarland zu sehen. 2016 zog es sie zur Enkaustikmalerei.

Grandmontagne lebt heute mit ihrem Mann in einem liebevoll restaurierten Bauernhaus in Beckerholz und hat einen Sohn. Magdalena Grandmontagne ist ihrer Heimat, dem Saarland, sehr verbunden und zeigt diese Verbundenheit in ihrem Engagement als Saarlandbotschafterin.

Einzelausstellungen

1985 Galerie am Alten See, Saarbrücken (D) 1987 Galerie Fritzen, Saarlouis (D) 1988 Chapelle des Pénitents Blancs, Vence (F) 1989 Galerie Genoveffa, Haut-de-Cagnes (F) 1989 Rathausgalerie, Dillingen 1995 Atelier Museum Haus Ludwig, Saarlouis 1997 «Abdruck-Eindruck», Fellenbergmühle, Merzig (D),* 1998 «Empreinte et Impression», Mas du Naoc, Cabris (F) 1999 Cour de Justice Européenne, Luxembourg (L) 2000 Altes Schloß, Dillingen 2000 «Empreinte et Impression», Galerie Acht P, Bonn (D) 2000 «Zeit-Zeichen-Spuren», mit Angie HorlemannGalerie im Gericht Hohenschönhausen, Berlin (D) 2000 «Empreinte-Mémoire», Mont St. Martin, Longwy (F)* 2001 «Begegnung-Flüchtigkeit und Dauer», Universität Kaiserslautern (D) 2001 «Mouvements à quatre temps», Conservatoire de Musique, Thionville (F) 2005 Atelier Museum Haus Ludwig, Saarlois (D) 2007 «Epreuve d'artiste», Abbaye des Prémontrés, Pont-à-Mousson (F) 2009 «Elan Vital», Galerie HerzZentrum-Saar, Völklingen (D) 2010 «Radierungen – Zeichnungen», Atelier Museum Haus Ludwig, Saarlouis (D) 2011 «Fülle und Maß» Galerie Beck, Homburg (D) 2012 «Palimpsest» Kunst im Landtag, Landtag des Saarlandes (D) 2015 «Regard Concret» Ludwig Galerie, Saarlouis (D) 2016 «Magdalena Grandmontagne» Kunstverein Altes Schloss, Dillingen (D) 2018 "Heiße Spur" Galerie Neuheisel, Saarbrücken (D)

Ausstellungsbeteiligungen

1976 Chambre de l‘Industrie et du Commerce, Nice 1982 Mas du Naoc, mit Ferdinand Springer, Angeletti, Vernassa und Chaumard, Cabris 1983 Festival de la Gravure Contemporaine, Fréjus (F) 1987 Landeskunstausstellung «Kunst Szene Saar», Saarlandmuseum, Saarbrücken 1994 «Graphik im Schloß», Altes Schloß, Dillingen 1995 Kunstforum Inter-Regional, Pirmasens (D) 1995 «A-A-A», Foire Internationale de Luxembourg 1995 «Din-A-4 Quer», BBK, Künstlerhaus Saarbrücken 1996 «Konsum-Macht», BBK, Künstlerhaus Saarbrücken 1997 «Zeitgleich», BBK, Künstlerhaus Saarbrücken 1997 «Rencontre-Grenzenlos», Altes Schloß Dillingen* 1997 Kunstforum Inter-Regional, Pirmasens 1998 «L‘Art prend la rue», Forum St. Jaques, Metz (F)* 1998 «Multiple Art Discount – Du vague à l‘art», Luxembourg* 1998 «Unter Druck», Rudolf Scharpf Galerie, Ludwigshafen 1998 «Kunst im Kasten», Saarländisches Künstlerhaus, -Saarbrücken 1999 «Stadt-Menschen-Spuren» mit Francois Davin, Dillingen* 1999 Galerie TEM, Parcour VIII, Goviller (F),* 1999 «Entgrenzt», Wilhelm Hack Museum, Ludwigshafen 1999 Kunstforum Inter-Regional, Pirmasens 2000 «Visions 2000», Caves Ste. Croix, Metz 2000, 2002, 2004 Limes-Kunstpreis Ausstellung in Belgien, Luxemburg, Frankreich und Deutschland 2001 «Limes» im Reichstag-Präsidentenpalast, Berlin 2003 Handzeichnungen – Limesausstellung, Galerie Armand Gaasch, Dudelange (L)

Performances

1999 mit Olivia Rosenkranz in Goviller 2000 «Gradus et Musicam», Bühnenarbeit mit O. Rosenkranz im Salle Poirel, Nancy (F) 2000 «Spuren eines Tanzes» mit Charles Bankston im Alten Schloß Dillingen 2000 «Empreint et Impression» mit Ch. Bankston in Bonn 2000 «Empreinte-Mémoire» mit Angie Horlemann in Berlin 2000 «La mémoire du lieu» mit A. Horlemann in Mont-St.-Martin, Longwy 2001 «Concentrations» mit A. Horlemann an der Universität Kaiserslautern 2001 «Mouvements à quatre temps» mit A. Horlemann,Conservatoire de Musique, Thionville 2007 «Sensemaya» mit Olivia Rosenkrantz, Abbaye des Prémontrés, Pont-à-Mousson (F)

Steckbrief

Geboren:

1950

Geburtsort:

Saarlouis

Thema:

Kunst

Funktion:

Künstlerin

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